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"Sie haben die Wahl" - Fortbildungsveranstaltung zu Konzepten des Demokratielernens im Wahljahr 2013
Geschrieben von: Frank Wagner   
Sonntag, den 31. März 2013 um 19:19 Uhr
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Am Montag, den 6. Mai 2013 findet von 14-18 Uhr in den Räumlichkeiten der
 Akademie Führung & Kompetenz am Centrum für angewandte Politikforschung (CAP), Maria-Theresia-Straße 21, 81675 München eine Fortbildungsveranstaltung zu Konzepten des Demokratielernen statt.

cap_muenchen

Neben allgemeinen Informationen zur politischen Bildung im Wahljahr, werden drei Konzepte des Demokratielernens ausführlich vorgestellt. In einer Workshopphase besteht die Möglichkeit die Bildungskonzepte zu erleben und gemeinsam zu reflektieren. Ziel der Fortbildung sind praktisch anwendbare Formate für die schulische und außerschulische politische Bildung, die im Wahljahr mit Unterstützung des Netzwerks Politische Bildung Bayern realisiert werden können. Vorgestellt werden auch bereits durchgeführte Veranstaltungsformate, so beispielsweise der Workshop "Dialoge mit politischen Parteien" vom Bezirksjugendring Schwaben.

Bitte melden Sie sich bis Donnerstag, den 02. Mai an, damit wir das Buffet entsprechend planen können. 


Anmeldung und weitere Informationen
zur Fortbildung

christian.boeser@phil.uni-augsburg.de



Die Vorstellung und die Einteilung in die Workshops erfolgt auf der Fortbildung.
Eine Wegbeschreibung finden Sie hier.


Die Veranstaltung ist als Fortbildung für Lehrer anerkannt. Jeder Teilnehmer erhält eine Bestätigung sowie didaktische Handreichungen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Fahrtkosten können jedoch nicht übernommen werden. Veranstalter ist das Netzwerk Politische Bildung Bayern. Die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit arbeitet an der inhaltlichen Konzeption und organisatorischen Umsetzung mit. Mitveranstalter sind die Akademie Führung & Kompetenz am CAP München, der Bezirksjugendring Schwaben sowie das soziale Projekt GamePäd – Professional Edutainment. Für diejenigen, die an der Veranstaltung nicht teilnehmen können sind hier die drei Workshops mit relevanten Kontakten und Materialhinweisen kurz vorgestellt.

 

Workshop 1: 

Argumentationstraining gegen Stammtischparolen zum Thema Politik(er)verdrossenheit

 

Argument 

Politikverdrossenheit im Allgemeinen und Politikerverachtung im Besonderen stellen für die Demokratie eine Herausforderung dar. Eine Ursache für Politikverdrossenheit und Politikerverachtung liegt in unbegründeten Vorurteilen gegenüber Politik und Politikern. Im Workshop werden vor diesem Hintergrund typische Vorurteile vorgestellt, und es werden gemeinsam Ansatzpunkte überlegt, wie diese Vorurteile argumentativ entkräftet werden können. Der Workshop baut auf einem Seminar an der Universität Augsburg auf, in welchem Interviews mit Bürgern über Politik und Politikern geführt wurden. Im Rahmen eines weiterführenden Projekts wurde ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen zum Thema Politik erarbeitet. Dem Projekt wurden sechs Thesen zugrunde gelegt, die in der Abbildung auf der vorherigen Seite in einem Pfaddiagramm dargestellt sind:

1. Je mehr Politik(er)verdrossenheit bei den Bürgern besteht, umso größer ist auch die Bürgerverdrossenheit der Politiker.

2. Je bürgerverdrossener Politiker sind, umso mehr werden sie sich von den Bürgern abschotten.

3. Je bürgerverdrossener Politiker sind, umso mutloser wird ihre Politik.

4. Je mehr sich Politiker abschotten, umso größer ist die Politik(er)verdrossenheit der Bürger.

5. Je mutloser die Politik ist, umso größer ist die Politik(er)verdrossenheit der Bürger.

6. Je weniger Wissen ein Bürger hat, umso größer ist seine Politik(er)verdrossenheit.
 


Kontakt „Stammtischparolen“:

0821 / 598 – 5562
christian.boeser@phil.uni-augsburg.de

 

Workshop 2: 

 Im Zentrum der Macht – Politik lernen mit Computerspielen

 

genius

Das soziale Projekt GamePäd – Professional Edutainment bietet eine interaktive Fortbildung zum Thema „politische Bildung spielerisch lernen“ an.

Im Mittelpunkt steht hierbei das PC-Spiel „GENIUS - Im Zentrum der Macht“. In der Fortbildung wird die Politiksimulation vorgestellt und es werden Kompetenzen vermittelt, die dazu befähigen, selbst das Spiel mit Schülern, Jugendlichen oder Erwachsenen zu spielen oder in die pädagogische Arbeit zu integrieren. GamePäd – Professional Edutainment zeigt, wie durch innovative Lernprozesse Politikwissen vermittelt werden kann und nimmt dabei Bezug auf die Idee einer bereits mit Multiplikatoren im Bildungsbereich durchgeführten „PC-Spiele-Nacht“.

Die Fortbildung orientiert sich an der Praxis-Handreichung „Politik lernen mit Videospielen“, welche auf die „PC-Spiele-Nacht“ zurückblickt, dabei die pädagogischen Hintergründe erläutert und neue Denkanstöße für die Bildungsarbeit liefert. Zudem enthält die Handreichung einen Leitfaden zur eigenen Durchführung einer Veranstaltung. Das Format der „PC-Spiele-Nacht“ kann sowohl für den Jugendbereich als auch für die Erwachsenenbildung adaptiert werden.


Kontakt „Politik am PC“

Frank Wagner
frank.wagner@gamepaed-edutainment.de

Praxis-Handreichung

Film zur PC-Spiele-Nacht

 

Workshop 3: 

Nicht nur eine Form der Demokratie – ein umfassendes Demokratie-Lernen-Programm aus Israel

betzavta

Das Praxishandbuch mit dem Arbeitstitel „DEMOKRATIEformen“ stammt vom Jerusalemer „Adam Institute for Democracy and Peace“ und wurde von Uki Maroshek-Klarman und Saber Rabi verfasst. Das sehr umfassende Werk (ca. 850 Seiten) wird momentan vom Centrum für angewandte Politikforschung in München unter der Federführung von Susanne Ulrich und Silvia Simbeck adaptiert und erscheint 2013 im Verlag Bertelsmann Stiftung. Das Konzept ist eine Weiterentwicklung und Erweiterung des in der deutschen Bildungslandschaft bereits gut etablierten Programms „Betzavta/Miteinander“.

In der heutigen Zeit ist Demokratieerziehung zu einer äußerst komplexen Aufgabe geworden. Jeder Versuch, den Teilnehmenden nur ein einziges demokratisches Modell vorzustellen, lässt tatsächlich geführte Debatten außer Acht und macht die angebotene  Diskussion unglaubwürdig. Das Buch „DEMOKRATIEformen“ präsentiert sieben Demokratie-Modelle: die neutrale liberale Demokratie, die liberale wertorientierte Demokratie, die Sozialdemokratie sowie  sozialistische, multikulturelle, nationale und feministische Demokratie-Varianten. Diese Varianten werden mit Darstellung ihrer Chancen wie Kritik anschaulich skizziert und zu Kernthesen zusammengefasst.

Die Ziele des Lernprogramms:

  • Den Teilnehmenden werden existierende Demokratieformen vermittelt. Sie lernen die Bedeutung der Grundbegriffe unterschiedlicher Demokratieformen kennen.
     
  • Die Teilnehmenden erfahren die demokratischen Prozesse, die die einzelnen Demokratieformen charakterisieren, innerhalb der Gruppe.
     
  • Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, die Komplexität der behandelten Demokratieformen zu erschließen.
     
  • Die Teilnehmenden und die Übungsleitung werden in einen Prozess eingebunden, innerhalb dessen sie sich die Demokratie erdenken, die am besten zu der Zeit und dem Ort passt, in der und an dem sie leben.
     

Kontakt
DEMOKRATIEformen“:

Susanne Ulrich

Centrum für angewandte Politikforschung München

Maria-Theresia-Straße 21
81675 München

089 / 2180 – 1335

 

Workshop 4:

 Planspielreihe „Der Landtag sind wir! Politik spielerisch vermitteln

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Während des Workshops wird die Planspielreihe des Bayerischen Landtags "Der Landtag sind wir!" anhand von praktischen Übungen vorgestellt. Ziel ist es, die Grenzen und Möglichkeiten von Parlamentssimulationen gemeinsam zu erörtern und die spezifischen didaktischen Anforderungen zu diskutieren. Aktuell liegen sieben fiktive Gesetzesvorhaben als Ausgangsszenarien für die Planspiele vor, die die Teilnehmenden dazu animieren, sich intensiv mit den Abläufen und Hintergründen der parlamentarischen Arbeit und der politischen Dimension von Alltagsfragen kritisch auseinanderzusetzen. Die politischen Themen sind breit gefächert und greifen beispielsweise die Herabsenkung des Wahlalters oder die Verbesserung des Verbraucherschutzes in Bayern auf.

Bei der Planspielreihe „Der Landtag sind wir!“ handelt es sich um ein interaktives Angebot des Bayerischen Landtags zur politischen Bildung an Schulen. Es richtet sich an alle Schultypen und eignet sich für Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse aufwärts mit einer Gruppengröße von ca. 25- 65 Personen. Unter dem Motto „Politik zum Anfassen“ können Schülerinnen und Schüler für einen Schulvormittag selbst in die Rolle von Abgeordneten des Landtags schlüpfen und über neue Gesetzesvorhaben verhandeln. Zum Abschluss des Planspiels erhalten sie Gelegenheit, mit  Abgeordneten aus ihrem Stimmkreis über die gemachten Erfahrungen und Fragen der bayerischen Landespolitik zu diskutieren.

Dieses Planspielformat wurde 2007 von der Forschungsgruppe Jugend und Europa (FGJE) am Centrum für angewandte Politikforschung CAP speziell für den Einsatz in Schulen entwickelt. Die FGJE stellt die entsprechenden Materialien zur Verfügung, sie vermittelt zu den Terminen ihr eigens ausgebildetes Team, vergibt in Absprache mit dem Landtag die Termine sowie begleitet die Planspielreihe „Der Landtag sind wir!“ wissenschaftlich.

Das Angebot ist für die Schulen kostenfrei, interessierte Schulen können sich noch für einen Termin im laufenden Schuljahr 2012/13 direkt im Landtag bewerben.

Die Ziele des Planspiels: 

  • Den Teilnehmenden wird der komplexe Gesetzgebungsprozess in der Demokratie in seinen unterschiedlichen Abstimmungsphasen spielerisch vermittelt. Sie lernen die Bedeutung der politischen Grundbegriffe in der Praxis kennen und beschäftigen sich mit den politischen Implikationen von Alltagsfragen.

  • In dem interaktiv angelegten Simulationsprozess lernen die Teilnehmenden eine eigene politische  Position zu entwickeln und zu verhandeln, sowie die Konsequenzen zu bedenken.

  • Der Reflexionsprozess ermöglicht durch die Einbindung von echten „Abgeordneten“ des Bayerischen Landtags in der Schlussrunde einen Transfer zur Realität und eröffnet die Möglichkeit, politische Themen mit den relevanten Akteuren zu diskutieren.

Kontakt
„DER LANDTAG SIND WIR!“

Eva Feldmann-Wojtachnia
feldmann@fgje.de

Cenrtrum für angewandte Politikforschung

Maria-Theresia-Straße 21
86175 München

 

Christina Betz
Bayerischer Landtag

Tel.: 089 / 4126-2234

 
Anmeldung



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