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Fortbildungsreihe: Beraterinnen und Berater gegen Rechtsextremismus
Aktuelle Termine
Geschrieben von: Frank Wagner   
Freitag, den 15. November 2013 um 18:52 Uhr
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Geschlechterbilder im Neonazismus

Dreiteilige Zusatzausbildung

Februar 2014 / Oktober 2014 / Januar 2015

Männlichkeits- und Weiblichkeitsinszenierungen spielen in den Lebenswelten der rechten Szene eine bedeutsame Rolle und sind zentral für Hinwendungsprozesse von Kindern und Jugendlichen. Doch meistens wird nicht über Geschlecht gesprochen, wenn es um Neonazismus/Rechtsextremismus geht.
Aktuelle Studien belegen, dass präventiv pädagogisches Arbeiten dann besonders Erfolg versprechend ist, wenn es sich kritisch mit geschlechterbezogenen Rollenbildern und Vorstellungen über Geschlechterverhältnisse auseinandersetzt. Dies wird, neben der Vermittlung von allgemeinen Grundkenntnissen über die rechte Szene, der zentrale inhaltliche Orientierungspunkt dieser Weiterbildung sein. Auf dieser Grundlage können dann Kindern und Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten angeboten werden, sich geschlechtlich individuell und gleichberechtigt zu entwickeln. Somit werden ihnen alternative Angebote zu den individuell stark einengenden und hierarchisierten Geschlechtervorstellungen in neonazistischen Lebenswelten gemacht.

Zielgruppen
Jugendbildungsreferent_innen der Verbände, Pädagogische Mitarbeiter_innen von Jugendringen und aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, Streetwork und Gemeindejugendarbeit.

Ziele
Die Weiterbildung vermittelt neben genauen Kenntnissen von Strukturen, Symbolen und Vorgehensweisen der rechten Szene vor allem Kompetenzen in Bezug auf die geschlechterreflektierende Neonazismusprävention und -beratung in der außerschulischen Jugend- und Bildungsarbeit. Dies beinhaltet auch die Beratung von Eltern und nahen Bezugspersonen, damit diese Distanzierungsprozesse von extrem rechten Lebenswelten unterstützen können. Die Weiterbildung beinhaltet die Entwicklung eines präventiven Praxisprojektes unter geschlechterreflektierten Aspekten.

Inhalte
* Neonazistische Jugendarbeit und Anwerbestrategien durch rechten Lifestyle, Jugendkulturen, Musik, Social Media, Kleidung, Symbole und Erlebniswelten
* Strukturen der neonazistischen Szene unter besonderer Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten ‎‎(Organisationen, Strategien, Erscheinungsformen und Schnittstellen)
* Bedeutung und Funktion von Weiblichkeit und Männlichkeit im Neonazismus, vergeschlechtlichte Einstellungs- und Handlungsmuster
* Methoden und Ansätze geschlechterreflektierter Arbeit mit Jungen und Mädchen
* Geschlechterreflektierende Prävention gegen Neonazismus
* Selbstreflexion und Entwicklung einer professionellen Haltung bezüglich neonazistischer Einstellungen und eigener Geschlechtlichkeit

Ausbildungsleitung & Referent_innen
Andreas Hechler (Studium der Europäischen Ethnologie und Gender Studies (M.A.), Jungenarbeiter)
Katharina Debus (Diplompolitologin, Mädchenarbeiterin und Referentin für politische Bildung)
Fachreferent_innen der Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus (LKS) zu spezifischen Themen (Grundlagen, Strukturen der rechten Szene in Bayern, Veranstaltungen, Aktivitäten)

Umfang und Termine
Die Zusatzqualifikation umfasst insgesamt 9 Kurstage, aufgeteilt auf drei 3-tägige Seminare. Ein individueller Beratungstermin vor Ort kann in Anspruch genommen werden. Kursbegleitend wird die digitale Lernplattform Moodle angeboten.
Seminar 1: 24. – 26. Februar 2014
Seminar 2: 13. – 15. Oktober 2014
Seminar 3: 19. – 21. Januar 2015
Beginn jeweils 11.00 Uhr | Ende 13.00 Uhr.
Alle Kursteile finden im Institut für Jugendarbeit in Gauting statt.

Abschluss und Zertifikat
Bei Teilnahme an allen Kurseinheiten und Durchführung eines Praxisprojekts wird vom Institut für Jugendarbeit des BJR ein Zertifikat verliehen.

Kostenbeitrag
380 Euro (inkl. Unterkunft/Verpflegung), 428 Euro mit EZ-Garantie. Ratenzahlung ist möglich.

Kooperation
Die Weiterbildung wird durchgeführt durch die Kursleitung von Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. (www.dissens.de) in fachlicher Zusammenarbeit mit der Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus Bayern (LKS) des Bayerischen Jugendrings. Die Weiterbildung wird finanziell unterstützt von der Aktion Mensch und der Heidehofstiftung.

Persönliche Beratung
Manfred Huber
Tel: 089 | 89 32 33-12
huber@institutgauting.de

Kontakt
Institut für Jugendarbeit
Gabriele Tierling
Tel: 089 | 89 32 33-10
tierling@institutgauting.de

Information und Beratung

http://www.institutgauting.de/seminare/2014-praevention-beraterin-gegen-rechtsextremismusdreiteilige-zusatzausbildung/

Gerne senden wir Ihnen das ausführliche Konzept mit den Bewerbungsunterlagen zu.
Institut für Jugendarbeit Gauting
Germeringer Straße 30
82131 Gauting
Fon 0 89 | 89 32 33-0
Fax 0 89 | 89 32 33-33
info@institutgauting.de
www.institutgauting.de

Das Projekt „Mädchen- und Jungenbilder im Neonazismus – Fortbildung, Praxisprojekte und Beratung für eine Präventionsarbeit“ wird gefördert durch die Stiftung Aktion Mensch e.V. und die Heidehof-Stiftung.

 

Text: Institut für Jugendarbeit Gauting

 
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